Ausstellung "Zwischen Himmel und Förde - Die Künstlerkolonie Heikendorf an der Kieler Förde"
Spergauer Str. 41a, 06237 Leuna • cCe Galerie

Die Ausstellung widmet sich der Künstlerkolonie Heikendorf, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts am Ostufer der Kieler Förde etablierte. Im Kontext der europaweiten Künstlerkoloniebewegung suchten Malerinnen und Maler bewusst den Rückzug aus den urbanen Großzentren, um sich in unmittelbarer Auseinandersetzung mit der Natur neuen Ausdrucksformen zu widmen.
Getragen von den Entwicklungen der Freilichtmalerei und dem Interesse an Licht, Atmosphäre und Landschaft entstand hier eine eigenständige künstlerische Position. Die Region zwischen Förde, Strand und ländlichem Raum bot dabei ideale Voraussetzungen für ein Arbeiten vor der Natur, das zu einer grundlegenden Erneuerung der Landschaftsmalerei beitrug.
Ausgehend von einem lebendigen Künstlermilieu um 1900 – maßgeblich geprägt durch Georg Burmester – entwickelte sich Heikendorf ab den 1920er Jahren mit Künstlern wie Heinrich Blunck, Werner Lange und Oscar Droege zu einer eigenständigen Künstlerkolonie. Ihre Werke spiegeln die intensive Auseinandersetzung mit Landschaft, Küstenraum und Alltagsleben wider und stehen exemplarisch für die künstlerische Entwicklung dieser Zeit.
Die Ausstellung versammelt Malerei, Grafik und Skulptur aus der Zeit zwischen 1890 und 1970 und lädt dazu ein, die Vielfalt und kunsthistorische Bedeutung dieses besonderen Ortes neu zu entdecken.
Die gezeigten Werke stammen aus der Sammlung des Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde, das 2025 sein 25-jähriges Bestehen feierte. Es befindet sich im ehemaligen Wohn- und Atelierhaus von Heinrich Blunck und widmet sich der Bewahrung und Erforschung der Künstlerkolonie. Bis heute ist es ein zentraler Ort ihres kulturellen Erbes.